Die Prinzessin

Die Prinzessin

Die Prinzessin der Stadt Kaiserslautern wird alljährlich erwählt und vom Präsidenten und dem Präsidium im November gekrönt.
Als äußeres Zeichen der Macht wird ihr Mantel, Krone und Zepter (Hopeditz) überreicht. Die Tollität erlässt und verliest nach der Inthronisation die närrischen 11 Punkte ihrer Proklamation, die während der Kampagne beachtet und umgesetzt werden müssen. Als Repräsentantin der Stadt sollte man eine gewisse Reife, eine gehörige Portion Selbstsicherheit mitbringen, als auch rhetorisch gewandt sein. 
Ein fester Bestandteil des Titels Prinzessin der Stadt Kaiserslautern lautet:
 Am Hofe des Pfalzgrafen Johann Casimir III., Lutrina die 174te Schutzpatronin zu Lutra (das Alter des KVK bestimmt die Zahl hinter Lutrina)
Ein weiterer Zusatz beim Titel kann jeweils eine berufsbedingte Erweiterung oder Ergänzung sein, wie ihn die Prinzessin der Kampagne 2011/12 trägt

Christina III. von den Freilichtspielen

An einem kalten Dezember Tag, genauer gesagt am 27. 12. 1979 erblickte in Werne Christina Bünder als kleine Schönheit das Licht der Welt. Hätte sich das äußerst quirlige Wesen etwas mehr Zeit gelassen, wäre sie heute ein Jahr später geboren. In der  Familie, die in Olfen im Münsterland beheimatet war, wuchs sie mit ihrem älteren Bruder wohlbehütet heran. Sie lernte sich, was man bei Westfalen fast sprichwörtlich behaupten kann, durchzusetzen und ihren eigenen Weg zu finden. Das geschichtsträchtige Münsterland prägte die heranwachsende kleine Persönlichkeit, öffnete ihr den Blick für das kulturelle und das altehrwürdige Leben dieser Region. In Kamen, am Rande des Ruhrgebietes, erlernte sie den Beruf der Pharmazeutischen-Kaufmännischen-Angestellten, den sie 1999 erfolgreich abschloss.
 Das Jahr 2001 brachte Bewegung in das bis dahin schon abwechslungsreiche Leben von Christina. Sie wechselte zur GEHE Pharmahandel GmbH in Unna, war im Regionaleinkauf zuständig für die Warenbeschaffung in direktem Kontakt zu den Zulieferern und lernte, was ihr Leben entscheidend verändern sollte, den Mann fürs Leben kennen. Und wer liebt geht gern weite Wege und dieser Weg brachte Christina 2002, zur Freude von uns allen, in die Pfalz. Denn die Liebe ihres Lebens war inzwischen von der Fa. GEHE befördert worden und hatte die Möglichkeit wieder  Kaiserslautern zurück zu gehen. Mit dem Umzug nach Kaiserslautern erfolgte auch beruflich am 01. 07. 2002 ein erneuter Sprung nach vorn, bei der Fa. Spring Medical avisierte sie zur Medizinproduktberaterin und war zuständig für die Neukundenaquise und Bestandskundenpflege.

Im August 2003 ging sie mit dem Mann ihres Herzens zum Traualtar und wurde zu Christina Ebel, so wie wir sie heute vom Namen her kennenlernen durften.  Das Leben ist eine Bühne  und das Leben bietet ständige Veränderungen, verlangt Flexibilität und für Christina Ebel gehören Veränderungen zum Leben und so wurde sie, ihre sprachliche Fähigkeiten nutzend, 2004 bei Debitel  für einige Monate Premium-Kundenbetreuerin, wo man sie nur knapp ein Jahr später, für vier weitere Jahre als Fach- und Kommunikationstrainerin, zur Schulung der Mitarbeiter deutschlandweit einsetzte.

Warum eigentlich sollte man nicht, wenn man ausgestattet ist mit einer hervorragenden Rhetorik, geschult im Umgang mit Kunden, die Sach- und Fachkenntnissen eines dynamischen Marktes kennt, einen Partner hat, der in der gleichen Sparte tätig ist, der einem zusätzlich noch zur Seite stehen kann, nicht den Weg zur Selbstständigkeit wagen? Gedacht, 2009 getan und nun steht sie mit einer Angestellten auf eigenen Füßen und hat eine Beratungs- und Handelsagentur.

Gehen wir wieder einen Schritt zurück, nach nur zwei Jahren in der Pfalz schaffte sie die als Nichtpfälzerin die Integration, sie stieg 2004 bei den Freilichtspielen in Katzweiler als Laien-Darstellerin ein und verkörperte 2006 im Stück „ Lumpazi Vagabundus“ die Amerosa, 2008 in „ Die kleine Hexe“  spielte die redegewandte Christina die Sumpfhexe. Weitere Rollen folgten 2010 „ D’Artagnans Tochter & die drei Musketiere“ als Madame de Nevers, im Wintertheater in „Hexenschuss“ betrat sie als Sally die Bühne. Im Sommer 2011, der als Sommer eigentlich nicht stattfand, spielte sie in „ Arsen und Spitzenhäubchen“ die Martha Brewster. Sicherlich werden wir in der nächsten Freilichtsaison 2012 einen gemeinsamen Besuch auf der Freilichtbühne in Katzweiler arrangieren um uns selbst von den vielen Talenten unserer Tollität zu überzeugen.

Das sind aber nicht alle Aktivitäten die von Christina zu vermelden sind, seit 2008 übt sie sich erfolgreich als Läuferin, besuchte die Laufschule Kaiserslautern, trainierte weiter Fit in Lautern und landete schließlich bei der TSG, wurde Gründungsmitglied in der Abteilung Fitness & Gesundheit und übernahm dort das Amt der Judendwartin. Dieser Tausendsassa Christina Ebel lief inzwischen fünfmal einen Halbmarathon, lief die 30 km beim Swiss Alpin  und hat den ersten Marathon 2012, den sie in Berlin laufen möchte, fest im Visier.

Sie liebt naturverbundene Reisen mit leichtem Gepäck, am liebsten mit einem Mietwagen durch die Länder fahren, übernachten im Bed&Breakfast oder Hostel. Auf langen ausgedehnten Wanderungen Schlemmen, Land und Leute mit ihren regionalen oder länderbezogenen Spezialitäten kennenlernen. Alles was in Fotos festzuhalten ist, als Erinnerung zum nacherleben festhalten und mit nach Hause nehmen. Eine unvergessliche Reise, die tiefe Eindrücke hinterlassen hat, konnte sie im Sommer 2010 erleben, als sie durch die dünn besiedelten Landschaften von Island zog, die Geysire als Urkraft der Wunderwelt Erde bestaunen konnte und noch  heute von diesem wunderschönen Land voller Naturwunder schwärmt.

Sie steht beim FCK bei den Heimspielen in der berüchtigten Westkurve, genießt die Enge, die Stimmung und die Begeisterung der echten FCK Fans, deshalb hat sie auch in ihrer Kampagne als Prinzessin den sehnlichen Wunsch, bei einem Heimspiel des FCK Anstoß machen zu dürfen.

Wenn sie unsere Tollität einmal bei sich zu Hause empfangen sollten, vergessen sie nicht ihr zum Entre’ Sekt mit Aperol zu reichen, ihr Pasta mit Garnelen und zum Nachtisch Panna Cotta zu kredenzen, das sind ihre Lieblingsspeisen mit denen man ihr immer eine Freude bereiten kann.

Ach ja, wie kam die geborene Westfälin eigentlich zur Fasenacht, sie besuchte mit Begeisterung alle KVK Veranstaltungen, hatte schon als kleines Mädchen den Traum einmal Prinzessin sein, einen Traum den sie sich jetzt erfüllen konnte. Wir können ihr die Zeit als Tollität beim KVK zu einem Erlebnis werden lassen, dass sie für immer unvergesslichen Momenten in ihrer Erinnerung behält.

Christina lebt seit 2010  in Krickenbach, hier hat sie  mit ihrem Mann ein Haus erworben, das sie mit ihren zwei Chihuahua’s bewohnen. Sie selbst nennt sich  kontaktfreudig, flexibel und kreativ, sie hat ein überaus herzliches Lachen und lässt sich, hat sie einmal zu reden begonnen, kaum unterbrechen.

Ein Lebensmotto des Dalai Lama begleitet sie auf ihren Wegen: Denke daran, was du nicht bekommst, kann manchmal eine Wunderbare Fügung des Schicksal sein.

Wir haben sie als Tollität bekommen, wir betrachten das als wunderbare Fügung des Schicksals, wir können uns auf eine stimmungsvolle Kampagne 2012 mit ihr freuen.

Hardy Höfli